"Szenen, Typen und Geschichten" -- Eine Werkschau mit dem Theater Szenenwechsel
 Der aktuelle Theaterkurs "Mit Improvisation zur Rolle & Szene" zeigt eine Auswahl von Szenen die durch unterschiedliche schauspielerische Entwicklungstechniken erarbeitet wurden. Das Repertoire reicht von heiter über dramatisch bis skurril.
Die Präsentation findet in Studioatmosphäre statt.
Der Eintritt ist frei!!
Termin: Dienstag, 18. Juni 2013 um 20 Uhr
Ort: Waldorfschule RV
Leitung: Günther Hannes Hauptkorn
„Ein Traum“ von Günther Hannes Hauptkorn
Verrat!!! Die Welt ist aus den Fugen, die Zeit steht still, alles entscheidet sich in dieser Nacht. Die Herrscherin gedemütigt und zur Ehe gezwungen - eine Mutter, die eigene Tochter lieber tot als glücklich sehend - Verliebte rasend zwischen Hass und Leidenschaft - schemenhafte Gestalten, die ihr eigenes Spiel spielen – und dazwischen Nichtsahnende, zum Spielball der unbändigen Kräfte geworden. Es kommt zum Showdown nachts im Wald ...
Zugegeben – ein bisschen Shakespeare ist schon auch dabei, wenn das Theater Szenenwechsel die wohl berühmteste Komödie der Welt auf ganz eigene Weise adaptiert. Doch mit diesen 4 goldenen Regeln wird „dies Gebild aus Schaum und Flaum nicht schwerer als ein Traum“:
1.Vergessen Sie alles, was Sie über dieses Stück wissen oder zu wissen glauben. Wenn Sie nichts wissen, umso besser.
2. Lassen Sie ihren Gefühlen freien Lauf, wenn Paare sich wahllos Liebe oder Hass schwören, wenn Elfenkönige aus Eifersucht zornige Blitze schleudern, schalkhafte Gestalten den Zaubertrank verwechseln und sich Königinnen auf Esel stürzen.
3. Halten Sie ein Tuch für die Lachtränen bereit, wenn Handwerker sonderbare Theaterstücke proben, sich in Esel verwandeln oder ihr Ding entblößen (ihr Schwert natürlich).
4. Machen Sie sich keine Gedanken, wenn Sie sich im Lauf des Abends sonderbar berauscht fühlen.

Und nun - träumen Sie schön.
Von: Günther Hannes Hauptkorn frei nach W. Shakespeare
Deutsche Bearbeitung: Juanita Kränzle
Es spielt: Theater Szenenwechsel (feat. Theater Karibu)
Regie: Günther Hannes Hauptkorn (www.Theaterlichter.de)
Bühnenbild & Kostüm: Elisabeth Sauterleute (www.kunstschule-sauterleute.de)

"TOP DOGS" Preisgekröntes Stück von Urs Widmer.  Gespielt vom Theater Szenenwechsel.
Inhalt:
Entlassene Top-Manager entlarven sich selbst.
Sie sind die Puppenspieler am Spielkreuz der Macht. Bedenkenlos bedienen sie sich der Menschen und hängen doch selbst wie Marionetten an den dünnen Schnüren eines menschenverachtenden Systems. In seinem preisgekrönten Stück „Top Dogs“ kappt Erfolgsautor Urs Widmer die Fäden. Er lässt Entlasser zu Entlassenen werden.
Neun erfolgsgewohnte Wirtschaftsbosse finden sich plötzlich in einem Jobvermittlungs-Seminar für arbeitslose Manager wieder. Herausgerissen aus den gewohnten Abläufen, den Insignien der Macht entledigt, ähneln sie in ihrem hilflosen Trotz den entthronten Königen in den Dramen Shakespears. Zu Rollenspielen genötigt, versuchen sie krampfhaft ihr zertrümmertes Selbstbild zu kitten und entlarven damit nur immer deutlicher ihre Mitleid erregende Selbstentfremdung und Leere.
In ebenso grotesken wie tragischen, aber auch humorvollen Bildern stellt das Theaterensemble Szenenwechsel die verwirrten Manager-Seelen ins Rampenlicht. Da träumen elegante Herren von Liebesbeziehungen zu Gorilla-Weibchen, beschimpfen sich selbst unter Tränen als Heulsusen und wenn schließlich eine der schicken Damen wie von Sinnen brüllt: „Ich bin ein Monster, ja ein Monster bin ich“, dann läuft auch dem Zuschauer in der hintersten Reihe der kalte Schauer über den Rücken.
„Business, das ist Krieg, Blut und Tränen - so ist das.“
„Räuber. Schiller für uns“
Schiller „light“ für Klassik-Muffel
Friedrich Schiller wäre wohl etwas irritiert. Seine mannhaften Räuber als Frauen? Dazu noch im Computer-Zeitalter? Und dann diese moderne Sprache?
In einer ebenso temperamentvollen wie emotionalen Inszenierung stellt die Theatergruppe „Szenenwechsel“ diese originelle Adaption „vor das Auge der Menschheit“ und macht die Essenz des Klassikers auf unterhaltsame Weise greifbar.
Räuberhauptmann Karl mutiert zur charismatischen Charlotte Moor. Mit ihrer Bande, u. a. einer potentiellen Terroristin, einer Feministin und einer Computerhackerin, hat sie sich in einer alten Fabrikhalle eingenistet. Dort hängen die Räuberinnen, frustriert von der Realität, jede ihrem eigenen Heldentraum nach. 
Charlotte, die zunehmend unter dieser Sinnlosigkeit leidet, möchte zurück zu ihrem Freund Volker (Schillers Amalia) ins bürgerliche Leben, was ihre eifersüchtige Schwester Franziska (Bruder Franz) mit einer Intrige zu verhindern weiß.
Im Räuberlager entbrennt ein Machtkampf zwischen Geld-Gier, Gewalt und egoistischem Heldentum. Die Bremsen versagen, und während der Zug ins Verderben rast, blitzen, wie Funken an der Oberleitung, immer wieder Schillers Sprachschätze auf. Der Dichter wäre am Ende begeistert und alle, denen der Zugang zu klassischen Stücken bisher fehlte, ebenfalls.

- Theater „Szenenwechsel“ – Ravensburg:
„Normalität und Wahnsinn“ – Ein Impro-Drama
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